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Seit meiner Kindheit fasziniert mich
fließendes Wasser. Ob als kleines Rinnsal
oder als mächtiger Fluss – angetrieben von
der Schwerkraft, geformt von Widerständen
offenbart das Element sein vielschichtiges
Wesen. Bei seinem Streben, sich sphärisch
zu runden, prägt es und wird selbst geprägt.
Natürliche und künstliche Hindernisse geben
ihm unendliche, sich im stetigen Wandel
befindliche Erscheinungsformen.
Das Flusswasser ist sanft, glitzernd, schäu-
mend, rein, sprühend, wild, zart, brutal,
plätschernd, lieblich, tobend, tosend, rau-
schend, lärmend, murmelnd, still, schmutzig,
flüsternd, zerstörend, …, lebendig. |
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Ich liebe den Geruch, die Akustik und die
Formenvielfalt.
In künstlerischer Hinsicht ist das
Flusswasser mein Partner. Ich mache
keine Bilder vom, sondern mit dem
Flusswasser. Es ist mir Farbe, Pinsel und
Zeichenstift.
Walter Oczlon, 2008 |